Landtag trifft Schule
06.05.26 – Landtagspräsident André Kuper besucht gemeinsam mit Bürgermeister Theo Mettenborg die Jahrgangsstufe 7
Hohen Besuch durfte das Ratsgymnasium in diesen Tagen begrüßen: NRW-Landtagspräsident André Kuper besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Theo Mettenborg die siebten Klassen, um mit den Lernenden über Demokratie und seine Aufgaben als Präsident des nordrhein-westfälischen Landtags ins Gespräch zu kommen.
Schulleiter Martin Zurwehme hieß die Gäste herzlich willkommen und dankte ihnen ausdrücklich für ihr Engagement, jungen Menschen politische Prozesse auf anschauliche Weise näherzubringen.

Politische Bildung trifft persönliche Begegnung
Da die Klassen sich bereits im Politikunterricht intensiv mit Gewaltenteilung, Föderalismus und den Aufgaben des Landtags beschäftigt hatten, waren die Grundlagen bestens vorbereitet. Entsprechend fundiert und interessiert gestaltete sich der Austausch.
Zum Einstieg sorgte die Klasse 7a mit einem kreativ vorbereiteten Emoji-Quiz für eine lockere Atmosphäre. Dabei wurde schnell deutlich, dass André Kuper Politik mit Einsatzbereitschaft verbindet – „Schnarchnasen“ seien in der Politik jedenfalls fehl am Platz.

Fragen Verantwortung und Alltag
Im weiteren Verlauf übernahm die 7b mit vorbereiteten Fragen, die den André Kuper als Mensch in den Mittelpunkt stellten. Jener sprach unter anderem über die Bedeutung des Föderalismus als Lehre aus der deutschen Geschichte, über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und über die Verantwortung politischer Entscheidungsträger.
Darüber hinaus gewährte Kuper den Lernenden auch einige persönlichere Einblicke. So berichtete er etwa augenzwinkernd von teils skurrilen Situationen an seinem bevorzugten Reiseziel, der Nordsee, wo er selbst im Urlaub regelmäßig erkannt werde. Gleichzeitig machte er deutlich, dass ihn bewusst verbreitete Unwahrheiten über seine Person durchaus verletzen. Eine Schülerin fragte aber auch scherzhaft nach der häufig diskutierten Dönerpreisbremse, was Kuper zum Anlass nahm, anschaulich Preisbildung sowie gestiegene Energie- und Produktionskosten zu erläutern.
Das Amt des Landtagspräsidenten im Fokus
Die Klasse 7d richtete den Blick anschließend gezielt auf Kupers berufliche Rolle. Besonders hob er seine Aufgabe als unparteiischer Schiedsrichter zwischen den demokratischen Kräften des Parlaments hervor. Darüber hinaus berichtete er von prägenden Begegnungen mit internationalen Staatsgästen und bedeutenden Persönlichkeiten wie der Queen, betonte jedoch zugleich, dass ihn häufig gerade Begegnungen mit engagierten Menschen im sozialen Bereich besonders beeindruckten. Beispielhaft ging er auf seine Schirmherrschaften bei Veranstaltungen mit Menschen mit Behinderung ein. Ebenso unterstrich er, wie wichtig es ihm sei, junge Menschen frühzeitig für politische Prozesse zu begeistern und Demokratie erfahrbar zu machen.
Sein Appell an politisch Verantwortliche blieb dabei klar: Versprechen sollten nur gemacht werden, wenn sie auch eingehalten werden können.

Lebendige Fragerunde mit Humor
Auch über die vorbereiteten Beiträge hinaus nutzten zahlreiche Lernende die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. So entwickelte sich ein reger Austausch, der das große Interesse der Jahrgangsstufe eindrucksvoll unterstrich.
Den Abschluss gestaltete die 7c mit einer humorvollen Entweder-oder-Runde. Hier bewies André Kuper diplomatisches Geschick und wich selbst kniffligen Entscheidungsfragen charmant aus. Für besondere Lacher sorgte seine augenzwinkernde Bemerkung, lieber allein die Sportschau zu schauen als einen Filmabend mit seiner Frau zu Hause zu verbringen, wobei er schnell ergänzte, dass liege nur daran, dass lieber mit ihr gemeinsam ins Kino gehe als zu Hause zu schauen.
Demokratie greifbar gemacht
Der Besuch von André Kuper und Theo Mettenborg bot den Lernenden nicht nur spannende Einblicke in politische Ämter und demokratische Strukturen, sondern machte Politik unmittelbar erlebbar.
So wurde deutlich, wie wichtig politische Bildung, persönlicher Austausch und direkte Begegnungen für das Verständnis demokratischer Prozesse sind.
Ein herzlicher Dank gilt André Kuper und Theo Mettenborg, die sich trotz voller Terminkalender Zeit für diesen besonderen Austausch nahmen.
Text: MES
Fotos: Pressestelle André Kuper


